Kupfer ist ein Schwermetall, das Wärme und den elektrischen Strom gut leitet und sehr beständig ist.
In reiner Form leuchtet es hellrot. An der Luft bildet sich jedoch im Laufe der Jahre eine Patina, die das Metall vor weiteren Korrosionen schützt, was an Kupferdächern gut zu beobachten ist.
Kupfer ist relativ weich und dehnbar. Deshalb lässt es sich gut verarbeiten und formen. Und vor allen Dingen ist es zu fast 100 Prozent wiederverwertbar !

Geschichte

Kupfer ist das älteste Metall, das von Menschen bearbeitet und verwendet wird. Schon im Jahr 9000 v.Chr. sollen unsere Vorfahren erste Gegenstände aus Kupfer hergestellt haben. Wichtig wurde das Material für die Menschheit mit dem Beginn der Kupferzeit, die etwa von 3500 – 2200 v.Chr. reichte.
Im Laufe der Jahrhunderte lernten die Menschen dann immer besser mit dem Metall umzugehen und es auf vielfältigste Weise zu behandeln – etwa durch Hämmern, Erhitzen, Gießen oder das Vermischen (Legieren) mit anderen Metallen wie Blei, Silber, Zink oder Zinn.

Wo kommt Kupfer vor ?

Kupfer ist ein Element der Lebens. Es kommt  in der Erdkruste, den Ozeanen, Seen und Flüssen in verschiedenen Formen und Konzentrationen vor- von winzigen Spurenelementen bis hin zu reichen Bergbauvorkommen. Man findet den Rohstoff immer noch auf allen Kontinenten – und eine Verknappung ist nicht in Sicht, denn Kupfer wird ja nicht ver- sondern gebraucht, weil es immer wieder eingeschmolzen werden kann.
Die bedeutendsten Kupfererzvorkommen liegen heute in Chile und in den USA. 20 Prozent der bekannten Weltreserven lagern dort. Weitere wichtige Fördergebiete sind Afrika, Australien, China, Kanada, Indonesien, Südamerika, Russland und Polen. In Deutschland sind die spärlich vorhandenen Vorkommen erschöpft. Die einstmals größte europäische Kupfermine in der Mansfelder Region war bis in die 80er Jahre aktiv.

Funktion im menschlichen Körper

Das Spurenelement Kupfer hat im menschlichen Körper eine Fülle von Aufgaben: Es wird zum Aufbau der roten Blutkörperchen gebraucht, und ist wichtiger Bestandteil vieler Enzyme. Es trägt zur Blutbildung bei, ist an der Gewinnung von Energie beteiligt, sorgt für straffes Bindegewebe, beeinflusst das Immunsystem und wirkt sich positiv auf Entzündungen aus.

Bedarf

Nach einer Veröffentlichung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung braucht ein erwachsener Mensch 1 bis 1,5 mg Kupfer täglich. Andere Quellen empfehlen bis zu 3mg. In der Regel wird dieser Bedarf durch eine ausgewogene Ernährung gedeckt. Zu viel Kupfer scheidet der Körper wieder aus.
Mangelerscheinungen sind selten. Sie könnten sich beispielsweise durch Blutarmut, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, erhöhte Cholesterinwerte, gestörte Eisen-verwertung oder ein  allgemeines Schwächegefühl äußern.
Kupfer ist unter anderem in Milchprodukten, Avocados, Fleisch, Fisch, Schalentieren, Vollgetreide, Eiern, Nüssen und Hülsenfrüchten enthalten.